Das Campfire ist erloschen

. . . nach einem weiteren Tag voller interessanter Veranstaltungen, die auch wichtig für unsere Region sind.

So diskutierten die Teilnehmer einer Runde über den Beruf des Journalisten und warum den „geilsten Job der Welt“ kaum noch einer machen will. Mit auf dem Podium saß Yannik Dillinger, stellvertretender Chefredakteur und Leiter für Digitales bei der Schwäbischen Zeitung. Demnächst wechselt er zur Augsburger Allgemeinen. Klicken Sie mal rein!

Oder wie ein Chefredakteur versuchte eine ganze Stadt  kennenzulernen. Ein Projekt, das die AGORA -Redaktion schwer beeindruckte.

Eine Diskussion zum „Fremdschämen“: Gaffer am Unfallort, leider auch ein Thema, das zur Diskussion über Medien gehört.

Die  große Abschlussrunde traf sich zusammen auf der CORRECTIV-Bühne mit dem Oberbürgermeister von Düsseldorf Thomas  Geisel  und anderen Stadtvertreten aus Warschau und Glasgow, die wegen der internationalen Konferenz der Oberbürgermeister an diesem Wochenende sowieso in Düsseldorf waren.

Sie diskutierten mit jungen Aktivisten von der Bewegung „Fridays for Future“ der Gruppe Düsseldorf, hier einige „Lagerfeuer-Funken“: so sagte der Vize-Bürgermeister der Stadt Warschau Michal Olsewski, dass jeder Tag von Klima- Entscheidungen geprägt wird. Fahre ich mit dem Rad zur Arbeit, vermeide ich Plastik, nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel. . . und als Metropole wieviel Grün lasse ich der Stadt? Warschau habe den ehrgeizigen Plan langfristig 3 Millionen Bäume neu anzupflanzen. Glasgow sei ja sowieso wetterbedingt grüner, meinte David McDonald lachend als stellvertretender Vorsitzender des Stadtrates Glasgow, aber man fördere sehr den Radverkehr. So plane man z.B. öffentliche Duschen und Schließfächer, um sich nach einer Regenfahrt vor der Arbeit umziehen zu können. Alle waren sich einig, dass die Bewegung „Friday for Future“ in allen Teilen der Welt weiterhin dran bleiben müsste, es sei sonst zu spät!

AGORA kann nicht alle Eindrücke des Campfire-Festivals wiedergeben. Was man jedoch mit an den See nimmt, ist die Vielfältigkeit der Themen . . . und das Reden darüber. So konnte man in einem Zelt ein Zitat von Helmut Schmidt lesen: „Wer nicht redet, wird nicht gehört!“ Genau das ist es, was LA braucht, und zwar offen miteinander reden, ohne Kehrwoche unter den Teppich, auf gleicher Augenhöhe. . . und ganz wichtig: vielfältigen Journalismus, keine Ghostwriter- Hofberichterstattung !