Nationaler Tag des Flüchtlings

. . . und kommunal?

Der heutige Tag ist nationaler Tag des Flüchtlings. Wir erinnern uns an den Beitrag von AGORA zu Jim Knopf und der fürsorglichen Frau Waas in diesem Zusammenhang.

Unser Ort beherbergt zusammen mit den anderen beiden Gemeinden Eriskirch und Kressbronn im Rahmen  des  Gemeindeverwaltungsverband ( GVV ) Geflüchtete. Um einen Überblick und eventuell neue  soziale Projekte gemeinsam mit diesen  Menschen zu starten, hatte AGORA-LA zunächst Anfang  September und dann erneut Mitte  desselben Monats eine Anfrage zu Anzahl und zum Betreuungsschlüssel für diese  Menschen an das Rathaus  gestellt. Trotz mehrmaliger Nachfragen erhielt die Redaktion keine Antwort. Die Fragen, die zunächst an Herrn Vieweger und  anschließend an die Fachabteilung des Integrationsbeauftragten Herrn Meinel  gingen, lauteten:

: .. Hiermit möchte ich Sie bitten, der Redaktion Agora- LA die aktuellen Zahlen der Geflüchteten  im Gemeindeverwaltungsverband ( GVV ), aufgeschlüsselt  für LA, zu  nennen.  Außerdem möchten wir erstens wissen, mit welchem Schlüssel die Stellenbesetzung der Betreuung aktuell berechnet wird. 

2. Sind diese Bewohner, die zuvor vom Landratsamt (Untere Seestr.) betreut wurden, mit in dem Stellenschlüssel vom LA berücksichtigt? Nach Presseauskunft der LRA wird die Untere Seestr. inzwischen als Anschlussunterkunft komplett von unserer Gemeinde betreut. 

3. Die Untere Seestr. ( ehemals  Landratsamt) ist noch  nicht  in der Liste der Obdachlosenunterkünfte  verzeichnet. Zählt sie nicht als solche?

4. Wieviele Bewohner leben  dort?

Vielen Dank  für eine  zeitnahe  Antwort! 

Mit freundlichen Grüßen. . . .

Anmerkung der Redaktion: Alle Wohnungen und sonstige Unterkünfte für Geflüchtete gelten als Obdachlosenunterkünfte. Die Menschen dort unterliegen dem Polizeirecht, sie müssen z.B. längere Besuche von außerhalb bei der Gemeinde anmelden. Auch Menschen, die inzwischen einen normales Leben in Arbeit führen und kaum noch Geld vom Jobcenter bekommen. Vor dem Zuzug der Geflüchteten war das alte Tennisheim nach unserer Kenntnis die einzige offizielle Obdachlosenunterkunft der Gemeinde. Diese scheint im Moment wieder bewohnt, obwohl deren Zustand miserabel ist.

Die oben gestellten Fragen haben sich durch meine persönliche Arbeit mit den Geflüchteten ergeben, aber sie wurden auch von anderer Seite gestellt, von Büger*innen, die sich immer noch um die Familien kümmern. Außerdem besteht über eine Stiftung die Möglichkeit, die Arbeit eines Asylcafés anzustoßen. Die Gespräche dazu haben bereits stattgefunden und der Kontakt wurde erneut in den letzten Tagen seitens der Stiftung wieder aufgenommen. Dafür müsste  man  jedoch  die  aktuellen  Bedürfnisse der Menschen kennen und einen Überblick über die  Anzahl  der Menschen  bekommen. Es ist  eigentlich  üblich, dass man  Pressefragen (vgl. Landratsamt) beantwortet! Nicht so bei uns.

Wir brauchen einen Plan“ heißt die Überschrift für den heutigen Tag bei proAsyl. Das gilt auch für Langenargen.

Noch ein Hinweis auf mögliche Fluchtursachen: Die Themen Migration und Klimawandel gehören zusammen. Das zeigt der Sonderbericht des Weltklimarates „Über Ozeane und die Kryosphäre“, der noch kurz vor der Zusammenkunft des sogenannten Klimakabinetts in der letzten Woche veröffentlicht wurde. Wir brauchen alle einen Plan!