Erwartungen . . .


Ausblick auf ein Amt

Anlässlich der  Bekanntgabe der vier Bürgermeister-Kandidaten am Anfang der Woche  hat AGORA die Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat zu ihren Erwartungen an einen Bürgermeister befragt.

Die  Antworten  werden nun nach der Reihenfolge ihres Eingangs veröffentlicht. Zuerst  antwortete der Fraktionsvorsitzende Dr. Ulrich  Ziebart für die Offene Grüne Liste(OGL) am  15.10.2020:

„Unsere Fraktion wünscht sich einen Bürgermeister, der mit uns offen und wertschätzend kommuniziert und zusammenarbeitet, der die Einwohner und den Gemeinderat früh in Entscheidungsprozesse einbezieht. Der ein konstruktives Miteinander pflegt und teambezogen arbeitet. Er sollte zuhören und Verständnis für andere Sichtweisen aufbringen können, immer ein Ohr für die Anliegen der Einwohner haben. Er sollte zu Selbstkritik fähig sein und auch Fehler eingestehen können. Wir wünschen uns eine klare Zielorientierung und die Fähigkeit, Projekte mit Konsequenz und Gestaltungswillen voranzutreiben. Und dies immer mit dem Respekt vor dem Ort und dem Lebensgefühl der Langenargener. Diese haben in den kommenden Wochen die Möglichkeit, sich ein Bild von den Kandidaten zu machen. Herrn Münder halten wir für einen sehr interessanten Kandidaten.“

Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Susanne Porstner, antwortete:

„Dringend wünschen wir uns vom zukünftigen Bürgermeister die Fortsetzung der mit den Bürgern und dem Gemeinderat begonnenen Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts. Langenargen braucht ein tragfähiges Leitbild zu den Themen Wohnen, Klima, Verkehr und Tourismus, das uns die Richtung in die zukünftigen Jahre aufzeigt. Entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung, sowie eine Gewichtung nach der Dringlichkeit wären zu erarbeiten. Ein Thema z.B., das der FWV in diesem Zusammenhang sehr am Herzen liegt, ist die weitere Zukunft unseres Pflegeheimes. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller braucht es eine rechtzeitige und umfassende Kommunikation von Seiten der Verwaltung. Bürgernähe, Offenheit, eine wertschätzende Haltung und Dialogbereitschaft sind wichtige Grundvoraussetzungen. Der nächste Bürgermeister sollte nicht nur einen fundierten fachlichen Hintergrund besitzen, sondern auch Empathie für unsere Gemeinde und ihre Bewohner mit deren Anliegen, Wünschen und Sorgen mitbringen.Niemand ist perfekt, auch ein Bürgermeister macht Fehler. Wichtig ist ein konstruktiver Umgang mit Kritik und ein gewisses Maß an Selbstreflexion. Langenargen ist eine lebendige Gemeinde mit vielen unterschiedlichen Akteuren. Dies birgt viele Chancen und kreative Ideen, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln. Diesen Reichtum gilt es zu fördern, zu vernetzen und zu moderieren, um gemeinsam die Entscheidungen zu fällen, die für die Langenargener/innen konsensfähig und tragbar sind.

Eine Wahlempfehlung kann und möchte die FWV nicht aussprechen.Zum einen sind die Kandidaten momentan noch gar nicht alle persönlich bekannt und zum anderen entspricht es der Grundhaltung der Fraktion, dass sich jede/jeder ein eigenes Bild machen und zu einer Einschätzung kommen sollte. Wir brauchen eine Meinungsvielfalt, die gegeneinander abgewogen werden muss, um letztendlich die hoffentlich beste Entscheidung treffen zu können. Hier ist jeder Einzelne gefordert.“

Für die Fraktion der SPD antwortet Karl Schmid. Im Moment sei die SPD keine Fraktion, weil erst am Montag in der Gemeinderatssitzung der zweite Fraktionssitz nach dem Ausscheiden von Herbert Tomasi besetzt werden solle:

„Somit ist das was ich Ihnen schreibe, meine persönliche Meinung.
Meine Erwartungen an den künftigen Bürgermeister sind, dass er auf Augenhöhe mit den Bürgern und dem Gemeinderat kommuniziert, Transparenz und Ehrlichkeit im Alltag lebt und an die Bürger von LA vermittelt, auch die Stimme der Bürger hört und sie frühzeitig in Entscheidungen mit einbezieht. Und natürlich auch die Fachkompetenz, die in einer Gemeinde wie Langenargen wichtig ist, mitbringt.“

Aktualisierung, 16.10.2020, 14.15 Uhr

Last but not least: Der Fraktionsvorsitzende Herr Rainer Terwart schrieb heute Abend für die CDU -Fraktion an AGORA:

„Die CDU-Fraktion wünscht sich von einem zukünftigen Bürgermeister eine vertrauensvolle und von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit und einen offenen Dialog zwischen Gemeinderat, Verwaltung und Bevölkerung. Nachdem bisher keiner der CDU-Gemeinderäte einen anderen Kandidaten als Herrn Krafft persönlich kennengelernt und/oder gesprochen hat, ist eine Beurteilung der Mitbewerber bisher nicht möglich. Wir können aktuell sagen, dass wir den Einsatz, die fachliche Kompetenz und die positive wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde in der bisherigen Legislaturperiode von Herrn Bürgermeister Krafft sehr schätzen. Wir können uns gut vorstellen, die Durchführung begonnener Projekte mit ihm weiterzuführen.“

AGORA bedankt sich vielmals für alle Rückmeldungen!

Aktualisierung , 16.10.2020, 20.44Uhr

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