Baumriesen


. . . . auch sie sterben

AGORA kam zufällig dazu, als die Fällarbeiten nahe der Skaterbahn stattfanden. Es wurde auch bei AGORA dazu immer wieder nachgefragt, aber der Birnbaum war wohl nicht zu retten. AGORA schrieb hier zur letzten Gemeinderatssitzung.

Wie in Zukunft die Baumpflege in LA aussehen soll, wird sich zeigen. So kann man im Jahresbericht 2020 auf Seite 45 lesen:

Im Rahmen des Pflegekonzeptes für die Streuobstwiesen führt die Gemeinde jährlich Rückschnittmaßnahmen an Bäumen sowie extensive Wiesenmahdarbeiten durch. Die Arbeiten wurden im Jahre 2017 für einen Zeitraum von drei Jahren ausgeschrieben. Die Pflegekonzeption enthält die Schnitt- und Pflegearbeiten von rd. 342 Bäumen auf sieben Flächen in Langenargen. Diese werden von der Lindauer Baumpflege GbR mit einem jährlichen Aufwand von 6.186 € durchge- führt. Gleichzeitig sind im Pflegekonzept auch die Flächen die gemäht werden enthalten. Insgesamt ist eine Fläche von 5,7 Hektar als Wiesenmahdfläche in Pflege durch den Maschinenring Tettnang e.V. vergebenen Flächen liegt bei ca. 12.000 € jährlich. Die Maßnahmen wurden für den Zeitraum von 2018 bis 2020 ausgeschrieben. Im Jahr 2021 ist eine Neuausschreibung der Pflege- und Mäharbeiten vorgesehen.“

Manche Streuobstwiesenbäume sind voller Misteln. Das würde natürlich Asterix und Obelix freuen, aber zu viele Misteln schädigen die Bäume.

Wiese in Gräbenen 5

Aktualisierung, 15.02.2021, 12.16 Uhr

P R E S S E M I T T E i L U N G

Naturschutzverbände im Land unterstützen Anerkennung von Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Sinkende Erzeugerpreise für Bio-Obst sind weiterer Sargnagel für Streuobst

Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, NABU und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Die drei Verbände sind Mitglieder bei Hochstamm Deutschland. Das Land Baden-Württemberg hat den Antrag auf Anerkennung im April 2020 bereits befürwortet. Als nächster Schritt steht nun auf Bundesebene die Entscheidung der Kultusministerkonferenz im März an. Gleichzeitig sehen die Verbände die Streuobstbestände im Land aufgrund sinkender Preise für Bio-Mostobst weiter gefährdet.

„Nachdem die Preise für Bio-Mostobst aus Streuobst in Deutschland dramatisch sinken, wird es immer wichtiger, den Mehrwert von Obst aus Streuobstwiesen herauszustellen. Ein Baustein dafür ist die Anerkennung des Streuobstanbaus als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO“, betont Martin Engelhardt, Streuobstexperte beim Landesnaturschutzverband (LNV). Derzeit kündigen Keltereien reihenweise ihre Verträge mit Bio-Streuobsterzeugern. Die Abnehmerpreise haben sich fast halbiert. Hintergrund ist der seit 2014 ausgeweitete Anbau von Bio-Obst in Plantagen im europäischen Ausland und am Bodensee. Die Plantagen kommen jetzt in die Ertragsphase und liefern billiges Plantagen-Bioobst.

Bio-Obstplantagen weiterer Sargnagel fürs Streuobst

Der LNV sieht darin einen weiteren Sargnagel für die ohnehin hoch gefährdeten Streuobstbestände im Land. Die Streuobstbestände gehen landesweit weiterhin dramatischzurück. Wenn sich der Trend fortsetzt, ist Baden-Württemberg in etwa 30 Jahren ohne nennenswerte Streuobstbestände und hat seine europaweit bedeutsamen Hotspots der Artenvielfalt für immer verloren, fürchtet der LNV.

Zukunft von Streuobst sichern

Der NABU sieht auch die Landesregierung in der Pflicht, um den Streuobstanbau in eine gesicherte Zukunft zu führen: „Baden-Württemberg ist Streuobstland Nummer eins – nicht nur bundesweit, sondern in ganz Europa. Doch vor allem Hochstämme sind von Überalterung und mangelnder Pflege bedroht. Gerade die Hochstamm-Obstbaumwiesen sind aufgrund ihres Artenreichtums für den Erhalt der biologischen Vielfalt von immenser Bedeutung. Damit Streuobstwiesen weiter blühen können und als artenreiche Kulturlandschaft erhalten und gepflegt werden, brauchen ihre Besitzerinnen und Besitzer mehr Unterstützung von der Landesregierung“, sagt Ingrid Eberhardt- Schad, Streuobstexpertin beim NABU Baden-Württemberg. „Die Baumschnittprämie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dennoch braucht es weitere Anstrengungen, um diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.“

„Die Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe wäre eine wichtige Anerkennung für alle Menschen, die sich im Streuobstbau engagieren, und für das Land eine Verpflichtung, sich besser als bisher um die Streuobstbestände zu kümmern“, ergänzt Almut Sattelberger, Streuobstexpertin des BUND Baden-Württemberg. Sie hofft nun auf einen positiven Beschluss der Kultusministerkonferenz im März.

NABU (Naturschutzbund Deutschland), Landesverband Baden-Württemberg e. V., http://www.NABU-BW.de

Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart | Claudia Wild, Tel.: 0711.966 72-16, Claudia.Wild@NABU-BW.de Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart,

Tel. 0711 – 248955-20, info@lnv-bw.de, http://www.lnv-bw.de

BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V., http://www.BUND-BaWue.de

Marienstr. 28, 70178 Stuttgart | Angela Koch, Tel.: 0711.62 03 06-17, Fax -77, Angela.Koch@bund.net

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