Corona kreativ?


im Schulmuseum FN

Es gibt auch mal etwas Positives zu Corona zu berichten: Die Pandemie fordert die kreativen Köpfe auch im Schulmuseum in FN heraus.

Sie schicken von dort ihre Ideen direkt in die Klassenzimmer oder nach Hause in die vom Homeschooling geplagten Elternhäuser. Solche Angebote außer Haus im „Hands-on-Stil“ gab es für Klassen immer schon. Manche Museumspädagogen packten bereits in der Vor-Corona-Zeit bisweilen den Museumskoffer und gingen mit ausgewählten Schätzen aus ihrem Fundus in die Klassenzimmer. Das geht ja jetzt alles nicht.

In einer digitalen Pressekonferenz konnte man heute mehr erfahren. Den Schamesel aus dem Museum kannte AGORA ja bereits. 

Nach einem kurzen Intro durch die Museumsleiterin Dr. Friederike Lutz und ihrem museumpädagogischen Team stellte Michael Rische von der Firma Learndynamics aus Ravensburg das interaktive Angebot vor, das seine Firma für die Ausstellung „ Die  Dorfschule 1850“ konzipiert hat. Es ist für alle Endgeräte kompatibel. Es gibt eingebundene Videos, Mitmachaufträge, Popup-Buttons, mit denen die virtuellen BesucherInnen die Fragen zu dem Erlernten beantworten können sowie Hotspots zum Antippen. Die Zielgruppe sind Grundschulklassen, das Programm richtet sich aber durchaus auch an historisch interessierte Menschen in ganz Deutschland, die sich möglicherweise gern mit dem Thema beschäftigen wollen. Schulmuseum goes digital und auch noch kostenfrei-ein Alleinstellungsmerkmal in FN? 

Ja, so hieß es. Man habe bisher nichts Vergleichbares gefunden, das 45-60 Minuten Museumsstoff digital durchdidaktisiert deutschlandweit in Klassenzimmer bringt. Vorstellbar sei auch ein Angebot an deutsche Schule im Ausland. 

Natürlich geht die Ausstellung nicht ungeprüft an den Start. Schulklassen aus Hagnau und Ravensburg waren die „VorkosterInnen“. Nein, man habe keine Angst, dass man sich selbst mit dem Angebot  abschaffe, meinte auf Nachfrage Friederike Lutz. „Gerade nach einem digitalen Angebot werden die Klassen sicher gerne nach Corona ins Museum kommen. Dort können wir vertiefen und ergänzen.“

Ja, AGORA würde tatsächlich auch gerne mal den Schamesel „in echt“ sehen. Irgendwann nach Corona. Ob man ihn dann anfassen darf? Aber wenigstens können wir uns dann mal wieder gefahrlos „in echt anfassen“. Bestimmt.

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