P R E S S E M I T T E I L U N G


Appell der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Bodenseekreises: Impfung und Vorsicht sind Gebote der Stunde

Angesichts des sich schnell verbreitenden Corona-Virus und der drohen Überlastung von Gesundheits- und Pflegeeinrichtung richten die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Bodenseekreises gemeinsam mit dem Landrat einen dringenden Appell die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste: 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

wir befinden uns aktuell in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Die Inzidenzen steigen, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen auch in Baden-Württemberg vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung. Die Belastungen für das in diesen Stationen tätige pflegerische und ärztliche Personal ist enorm. 

Für uns alle – egal ob geimpft oder ungeimpft – muss nun eine zentrale Maßnahme im Vordergrund stehen: Die Überprüfung unseres Verhaltens und die Reduzierung von Kontakten. Deshalb bitten wir Sie eindringlich: Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte auf das Notwendige. Beachten Sie bei notwendigen und verantwortbaren Zusammenkünften und Veranstaltungen die geltenden Regelungen, Abstandsgebote und Hygienekonzepte. Ergänzend kann die die regelmäßige Selbsttestung zur Erhöhung der Sicherheit beitragen. Geben Sie bitte Acht auf die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft. Bitte denken Sie daran, dass Sie durch eine Impfung sich selbst vor einem schweren Verlauf schützen.

Denken Sie bei Ihrem Verhalten auch an die Kinder, denen wir noch kein Impfangebot unterbreiten können. Sie haben, wie auch die Jugendlichen, in den letzten Monaten gewaltige Einschnitte hinnehmen müssen. Manche Kinder erinnern sich nicht mehr an ein unbeschwertes Leben und Aufwachsen vor der Pandemie. Die Folgen davon zeigen sich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und jeden Tag in der Arbeit der Jugendämter. Tragen Sie bitte durch Ihr verantwortungsvolles Verhalten dazu dabei, die Schulen und Kindergärten offenzuhalten.

In einem gewaltigen Kraftakt stemmen die etablierten Strukturen der Ärzteschaft mit nachhaltiger Unterstützung der Stadt- und Landkreise und kreisangehörigen Städte und Gemeinden die Erhöhung des Impftempos und zusätzlich wohnortnahe Impfangebote. Ältere Menschen und diejenigen, die frühzeitig geimpft wurden, benötigen nun zeitnah eine Booster-Impfung. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt. Nutzen Sie die schon bestehenden Impfangebote und die, die in nächster Zeit im Bodenseekreis zusätzlich eingerichtet werden.

Die Impfung ist derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung. Wir wissen zwar, dass Geimpfte sich infizieren können, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen sogar schwer erkranken können. Jedoch ist in der Gesamtbetrachtung diese Wahrscheinlichkeit nach den aktuell bekannten wissenschaftlichen Beobachtungen um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz. Gleichzeitig heißt es aber auch für die Geimpften: Wachsam und Vernünftig bleiben. 

Als Gesellschaft ist es gerade in dieser kritischen Phase der Pandemie unsere gemeinsame Verantwortung, dass jeder und jede seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise beiträgt. Nutzen wir die Impfangebote und ermutigen wir diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander Acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.

Danke.

Heute in Tettnang in der Autofabrik Bodensee im Bürgermoss
Weiterhin dienstags und mittwochs 10 bis 17.00Uhr, Foto: AGORA-LA(c)

AGORA-LA hat gegen Mittag beim Impfteam gefragt, wie die Verteilung der Impfungen (1.,2.,3.) aussieht: Es hieß ca. 50% Booster/ 50% Erstimpfungen, kaum Zweitimpfungen.

Aktualisierung zu den Fällen im Bodenseekreis: Die Fälle nach Altersgruppen kann man täglich hier bei Sebastian Mohr, Physiker und Statistiker in einer Wissenschaftler-Gruppe um die Max-Planck-Forscherin Viola Priesemann nachlesen. Schaut man auf die Gruppe der 5-14-Jährigen, so gab es im Bodenseekreis in der letzten Woche 1214,20 Fälle pro 1000.000 Einwohner.

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