Notunterkunft


unter Wasser

Es hat gestern geregnet und die undichte Regenrinne ließ riesige Lachen mit Wasser auf der Veranda der Unterkunft entstehen. Das Wasser kann dort wegen der defekten Dachrinne nicht abfließen. Das war auch schon der Fall, als die Vorgängerfamilie von 2016 bis 2018 dort lebte.

Bild von gestern Abend

„Regelmäßig gewartet und instandgehalten“, schreibt der GVV-Vorsitzende hier.

Das Müllproblem war bis gestern Abend immer noch nicht gelöst. Inzwischen hat AGORA kostenpflichtige Restmülltüten organisiert, damit die Familie wenigstens bis zur nächsten Müllleerung kommt. Warum kann die Gemeinde nicht dafür sorgen?

Stattdessen werden Nachfragen von besorgten Mitbürgern, die sich offensichtlich auf AGORA informiert haben, mit auswechselbaren Textbausteinen abgeblockt:

So sind auch die Mitarbeiter im Rathaus scheinbar dazu angehalten, das  „Wording“ des BM Krafft in seiner  Eigenschaft als  Verbandsvorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes Eriskirch / Kressbronn/ Langenargen zu übernehmen. Dieser hatte auf meine Presseantwort hier geschrieben, dass „der Versuch zwölf gemeindeeigene Mietwohnungen am Mooser Weg zu  bauen   aus den bekannten  Gründen leider nicht realisiert werden konnte.“  Der Satz steht wortgleich in dem Antwortschreiben an einen besorgten Frager aus der Einwohnerschaft. Das Schreiben liegt  AGORA vor. Ein weiteres Antwortschreiben an eine fragende Bürgerin erreichte AGORA heute: der gleiche Wortlaut. ( 29.7.2020, 15.01Uhr)

Die Kampagne der Befürworter der Bebauung am Mooser Weg lautete damals-rechtlich wegen der EU-Kautelen umstritten- „Nur für  Langenargener“, also keine Rede von auswärtigen Mietern oder gar wohnungslosen Mitmenschen anderer Nationalitäten. Aber vielleicht schafft man ja nun Wohnraum in Gräbenen VI für diese Menschen. Dort hat ja die  Gemeinde ein Vorkaufsrecht und will in der heutigen Gemeinderatssitzung hier unter Punkt 13 u.a. ein energetisches Konzept für das Quartier entwickeln. 

Ein solches  Konzept würde der Unterkunft in der Unteren Seestraße und den anderen Unterkünften in LA seit langem guttun!

Auch der Hinweis sowohl in der Antwort an AGORA als an den besorgten Bürger, dass die Liegenschaft im Eigentum der Stiftung“Hospital zum Heilgen Geist“ und die Gemeinde dort nur Mieterin sei, ist eine schlechte Ausrede. Wer dort im Stiftungsrat sitzt ist hier unter §5 nachlesbar. Übrigens auch jeweils 2 Vertreter der beiden Kirchen. Außerdem hat man als Mieterin, die wiederum als Vermieterin gegenüber den obdachlos gewordenen Menschen auftritt, Verpflichtungen. Auch ethisch- moralische.