Einordnungen zum Friedhof


„Wir setzen das um, was Sie im Gemeinderat beschlossen haben.“ ( Zitat OrtbaumeisterStark, Schwäbische Zeitung, 25. 03.2021)

Ein übrig gebliebener Satz aus der vergangenen Bürgermeisterära, den die Schwäbische Zeitung hier aus dem Mund von Ortsbaumeister Stark zitiert. Die Irritationen, die sich in der Diskussion um die Umsetzung der Beschlüsse auf dem Friedhof ergeben, zeigen etwas anderes: Es wurde im Vorfeld der Beschlüsse scheinbar nicht klar kommuniziert.OffensichtlichJahre lang nicht. Wenn wie bereits hier beschrieben, in der Vergangenheit zu wenig vor Ort gesprochen wurde und jetzt erst bei mehreren Ortsterminen Klarheit über bestimmte Maßnahmen gewonnen wird, dann wirkt das Informationsmanagement durch den Ortsbaumeister an dieser Stelle nicht gelungen. 

Wenn es im Gemeinderat, wie so oft früher nach Aktionen (z.B. Rodungen Schwedi, Schwarzer Kasten Seevital) aus dem Rathaus Irritationen gibt, weil Maßnahmen nicht klar vermittelt wurden, ist das nicht Schuld der GemeinderätInnen. Sie sind im Gegenteil dazu da, nachzufragen und auch Kritik zu üben. Dafür sind sie in das Gremium, das das Hauptorgan der Gemeinde ist, gewählt worden.

Wenn also eine Gemeinderätin ihr Befremden im Beitrag von Andy Heinrich über die Baumfällung auf dem Friedhof äußert, so sind die Überlegungen, die zu den Rodungsarbeiten führten, offensichtlich nicht entsprechend früh erklärt worden.

Übrigens äußert sich Gemeinderätin Falch ( Offene Grüne Liste, so lautet der korrekte Name der Fraktion, Anm. AGORA) dort stellvertretend für viele BürgerInnen zu dem Thema, die gleicher Meinung sind. Viele, die ihre bestatteten Angehörigen dort regelmäßig besuchen, waren über die Rodung entsetzt. Offensichtlich wurde mit ihnen darüber nicht gesprochen. Schon gar nicht vor der Bürgermeisterwahl!

Der in der digitalen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung veröffentlichte Leserkommentar zum Beitrag Friedhof LA ist zwar eine zu tolerierende Meinungsäußerung. (s.u.) Sie dokumentiert jedoch ein eigenwilliges Demokratieverständnis des Verfassers, der ohne Klarnamen ( warum wird das eigentlich von der Schwäbischen Zeitung hingenommen?) die Stellungnahme einer gewählten GemeinderätIn kommentiert. Der Gemeinderat ist alles andere als ein Gremium, das widerspruchslos abnickt, was ihm vorgesetzt wird. Auch dann nicht, wenn die Bäume in Windeseile bereits abgesägt worden sind und unter Zeitdruck Fakten geschaffen wurden.

Screenshot, 27.03.2021, 20.14 Uhr

In der Sitzung wurde übrigens nach dem fehlenden Heckenschutz in Richtung Parkplatz gefragt. Es wurde festgelegt, dass diese Lücke durch Nachpflanzungen geschlossen werden solle.

Es bleibt zu hoffen, dass nun endlich die Ruhe eintritt, die denToten und ihren Angehörigen angemessen ist. . . . und in diesen Zeiten der Pandemie nicht allzu viele neue Gräber ausgehoben werden müssen.

Um diese Lücke am Heckenweg geht es

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