Sauna-Sitzung 


Gemeinderat: Nachschlag

Auch dieses Uferfest geht einmal zu Ende. Nicht nur während der Festtage bietet unser Schloss eine einmalige Kulisse für den Ort. Daher ist es wichtig zu diskutieren, wohin man mit diesem Denkmal möchte.

AGORA-LA hatte wegen der „ Krimskrams-Debatte“ hier auf eine eigene Berichterstattung verzichtet, verweist aber gerne auf den Bericht in der Schwäbischen Zeitung hier.

Ob man von in der Diskussion um den zukünftigen Zugang zum Schloss von „spalten“ sprechen sollte, sei einmal dahingestellt. Es war eher ein lebhafter Austausch der Meinungen zum Thema, die fraktionsübergreifend teilweise unterschiedlich waren. Wichtig erschien, dass alle Beteiligten gut und ausführlich informiert wurden. Allerdings, die Rückkehr vom Schloss in den aufgeheizten Rathaussaal nach diesem ersten Tagesordnungspunkt um 17 Uhr erst um fast 19 Uhr war eine Überforderung für alle, die im Vorfeld besser zu planen gewesen wäre.

Da AGORA-LA den Bericht der Schwäbischen Zeitung überlassen hatte, gab es Zeit beim Landesdenkmalamt (LAD)nachzufragen, um die Hintergründe für die vom LAD vorgeschlagene Aufzugslösung direkt zu erfahren. Von der Pressestelle des LAD äußert sich Josephine Palatzky am 29.07.2022 folgendermaßen:

„Das Bestreben des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart ist es, das Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung möglichst ungestört zu erhalten. Hierzu zählt neben der Bewahrung eines möglichst unveränderten Erscheinungsbildes im Äußeren wie Inneren auch der möglichst vollständige Erhalt der baulichen Substanz. Durch die bereits in den 1960er Jahren erfolgte Umgestaltung des Eingangsbereiches im Schloss Montfort ist in diesem Bereich vergleichsweise wenig für das Kulturdenkmal relevante Substanz erhalten. Zudem stellt dieser Bereich die einzige Stelle an bzw. im Kulturdenkmal dar, an der die Erschließung aller drei Geschosse mit Publikumsverkehr (UG, EG,OG) gebündelt möglich ist. Die Variante der Rampe ermöglicht lediglich eine barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses. Um einen Zugang zum Unter- und Obergeschoss zu schaffen, wären somit weitere Eingriffe am Kulturdenkmal erforderlich.

Daher wird die beschriebene Variante vom LAD favorisiert.“

Es bleibt also abzuwarten, ob das Amt mit der klaren Aussage in der Diskussion Spielraum für andere Lösungen lassen wird. Wichtig ist festzuhalten, dass die Diskussion nicht spaltet, sondern vereint im Ringen um die akzeptabelste Lösung für das Wahrzeichen unseres Ortes. Das wurde in der Ortsbegehung am letzten Montag deutlich. Alle gemeinsam machen sich die GemeinderatsmitgliedeInnen nämlich die Entscheidungen und Abwägungen nicht leicht.

(alle wichtigen Unterlagen mit den Zeichnungen finden Sie hier)

Aktualisierung, 2.08.2022, 13.37 Uhr:

Um Missverständnissen bezüglich der vom LAD zitierten Rampe vorzubeugen, ergänzt Architekt Weber: „ [. . . ] Die im Kommentar des LAD benannte „Rampe“ bezieht sich auf die ursprünglich an der Westloggia geplante bauliche Konstruktion in Form eines Stegs mit eigener Hubkonstruktion, die lediglich das barrierefreie Erreichen des EG ermöglicht hätte. Hier ist man beim LAD froh, dass diese neuzeitliche bauliche Ergänzung von uns verworfen wurde, da sie in der Folge erheblichere Eingriffe in der inneren Substanz zur Folge hätte und der Schlosspark ein neues Architekturelement erhalten hätte.[. . . ]“

Ortstermin: Die aufgestellten Stahlpfosten zeigen die Ausmaße des Aufzugs

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