Rechenbeispiele

Update zu Corona

Die Gruppe um Viola Priesemann am Max Planck Institute for Dynamics and Selforganization in Göttingen haben mal wieder gerechnet und getwittert: drei Szenarien sind für den kommenden Winter möglich. Aber schauen Sie selbst:

„Hier ein kurzes Update zu Corona.
Wir haben zusammen mit mehreren anderen Gruppen drei verschiedene Szenarien berechnet und die Ergebnisse verglichen. Kurz, wir sind (im Vergelich zu den vergangenen Wintern) relativ optimistisch.
(1/N)

Unsere Ergebnisse aus mehreren, ganz unterschiedlichen Ansätzen waren sehr ähnlich und sind hier zusammengefasst:
https://idw-online.de/de/news802475
Unsere Ergebnisse sind auch konsistent mit denen, die von in Nature zusammen gefasst wurden:
https://www.nature.com/articles/d41586-022-03157-x?WT
(i/N)

Im ersten Szenarium gehen wir davon aus, dass keine relevante neue Variante auftritt. In diesem Fall wird die Inzidenz der jetzige Herbst/Winterwelle wahrscheinlich ähnlich wie die der ersten Omikon-Welle. Die Krankenhausbelastung kann sogar geringer ausfallen.
(i/N)

Personalengpässe wegen COVID und auch Influenza können gerade im Gesundheitssystem und in der Kritis Probleme machen. Das gilt für alle Szenarien.
(i/N)

Bisher gehen wir davon aus, dass dieses erste Szenarium eintritt, da es bisher keine starken Hinweise auf neue, relevante Varianten gibt. Das kann sich jedoch ändern. Daher hier die anderen beiden Szenarien:
(i/N)

Im zweiten Szenario wurde angenommen, dass sich eine neue Virusvariante durchsetzt, die zwar den bisherigen Immunschutz teilweise umgeht, aber im Vergleich zu Omikron kein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufweist.
(i/N)

Dies resultiert voraussichtlich in einer Belastung des Gesundheitssystems, die in der Größenordnung der bisherigen Spitzenwerte während der Omikron-Welle Anfang 2022 liegen.
(i/N)

Im dritten Szenario wurde ebenfalls angenommen, dass sich eine neue Virusvariante mit Umgehung des Immunschutzes durchsetzt. Im Gegensatz zum zweiten Szenario führt diese hypothetische neue Variante zusätzlich zu schwereren Verläufen, ähnlich zur Delta-Variante.
(i/N)

In diesem Fall könnten im Prinzip die bisher erreichten Spitzenwerte der Krankenhausbelastung in der Pandemie deutlich überschritten werden. In diesem Fall würden Schutzmaßnahmen notwendig werden, wenn man die Überlastung vermeiden will.
(i/N)

Wenn es eine neue, relevante Virusvariante gibt, werden wir die Situation natürlich neu evaluieren.
Bis dahin gilt: Zumindest in Sachen Corona sehen wir den Winter relativ positiv – in dem Sinne, dass Stand „jetzt“ keine starken Maßnahmen notwendig werden.
(i/N)

Es freut mich sehr, dass wir für diesen Winter (relativ) positiv sein können.

Viele Grüße aus der Panikfraktion
(i/N)

Und es gilt nach wie vor: Es gibt einen guten Teil der Bevölkerung, der sich schützen muss oder will. Hier hilft jede Rücksichtnahme im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz und an anderen Orten, an denen man sich nicht aus dem Weg gehen kann.
(i/N)

Annahmen: Wir gehen bei den Szenarien davon aus, dass das Verhalten und die Impfmotivation etwa so bleiben wie bisher.
Wenn jetzt alle Personen alle Parties der vergangenen zwei Jahre nachholen, kann das natürlich die Welle verstärken (siehe München).“
(i/N)

Mitarbeit an der gemeinsamen Zusammenfassung:
https://idw-online.de/de/news802475
Jan Ole Berndt, Tim Conrad, Jan Hasenauer, André Karch, Yuri Kheifetz, Holger Kirsten, Tyll Krueger, Martin J. Kühn, Alexander Kuhlmann, Berit Lange, …
(i/N)

… Neele Leithäuser, Markus Loeffler, Rafael Mikolajczyk, Jan Mohring, Sebastian Müller, Kai Nagel, Viola Priesemann, Isti Rodiah, Markus Scholz, Christof Schütte, Ingo J. Timm, André Calero Valdez
(i/N)“

Originally tweeted by Viola Priesemann (@ViolaPriesemann) on 7. Oktober 2022.

Foto: pixabay

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