Pressemitteilung der Vertrauensleute

Übergabe der Unterschriftenlisten Bürgerbegehren Naturraum Mooser Weg an Bürgermeister Münder

AGORA- LA erreichte soeben der folgendeText:

Langenargener Bürger wollen selbst entscheiden

Am heutigen Rosenmontag, 20.2.2023, wurde das Bürgerbegehren für den Naturraum „Höhe“ am Mooser Weg mit 953 Unterschriften an Bürgermeister Münder überreicht. Benötigt werden rund 470 Unterschriften. Dass deutlich mehr Bürger unterschrieben haben, als beim Bürgerbegehren im Jahr 2017 ( damals wurden 761 Unterschriften eingereicht, davon waren 720 gültig)zur gleichen Thematik, freut die Mitwirkenden besonders. Sie sehen darin eine hohe Motivation der Bürger, sich erneut für den Erhalt des Naturraums nördlich von Langenargen einzusetzen. Dass der Bürgerentscheid von 2018 nun durch eine Gemeinderatsmehrheit aufgekündigt und ein Aufstellungsbeschluss für eine Bebauung gefasst wurde, ist für viele Bürger unverständlich. Es war daher klar, dass es wieder einen Bürgerentscheid geben würde, damit die Bürger über dieses Thema erneut selbst entscheiden. Das Bürgerbegehren wird nun von der Gemeindeverwaltung geprüft und dann dem Gemeinderat vorgelegt. Danach dürfte innerhalb weniger Monate der erneute Bürgerentscheid erfolgen.

Den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens ist es wichtig, dass die Bürger umfassend und sachlich informiert werden und eine offene und faire Diskussion stattfindet, damit der Diskurs nicht zu einer Spaltung im Ort führt. Im Kern geht es darum, ob ein geschützter Naturbereich bebaut werden soll – sofern rechtlich überhaupt möglich – oder ob andere Möglichkeiten genutzt werden, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Die im September 2022 veröffentlichte „Wohnraumanalyse“, welche der Gemeinderat vor einem Jahr beauftragt hatte, ist dabei ein wichtiges Instrument, um sich sachlich und nachvollziehbar mit den Zielen und Möglichkeiten der Wohnraumschaffung in Langenargen zu befassen. Sie zeigt gute und für den Wohnungsmarkt wirksame Entwicklungsmöglichkeiten auf. Von einer Bebauung der Streuobstwiesen entlang des Mooser Wegs rät die Studie ausdrücklich ab. Streuobstwiesen, wie die am Mooser Weg, stehen – infolge des Volksbegehrens „Rettet die Biene“ – seit 2020 unter besonderem gesetzlichen Schutz. Bereits im Jahr 2000 war beschlossen worden, das Gebiet „Höhe“ am Mooser Weg als Teil der Landschaftsspange zwischen Bodensee und Tettnanger Wald dauerhaft als Grünbestand zu erhalten. Angesichts des fortschreitenden Arten- und Biodiversitätsverlustes – eine der größten Krisen unserer Zeit – ist es heute noch viel dringlicher, diesen Naturbereich zu erhalten und zu stärken. Um die Bürger über Ziele, Hintergründe und Argumente zum Bürgerbegehren zu informieren, wurde die Webseite http://www.mooserweg.de eingerichtet.

Zum Foto (c) Vertrauensleute: Bernd Wahl, Moritz Ott und Thomas Brugger – Vertrauensleute des Bürgerbegehren

Kontakt: Bernd Wahl, Kiefernweg 12, 88085 Langenargen; kontakt@mooserweg.de

Referenzen: Wohnraumbedarfsanalyse: Ö6 unter: 
https://service.langenargen.de/bi/si0057.

Aktualisierung: 20.2.2023, 22.04 Uhr

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