Knappes Geld
Der SÜDKURIER schreibt heute unter der Überschrift: „Ihre Aufgabe: Leben retten- ihre finanzielle Lage: angespannt hier. Dort heißt es : „[. . .] In seinem Jahresbericht 2024 kündigte der DLRG-Bezirk Bodenseekreis an, dass man sich „in vielen Bereichen auf erhebliche Einsparungen einstellen muss.‘ Ein besonders schmerzhafter Punkt werde dabei die ,Reduzierung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen‘ sein. Florian Daniels hebt hervor, man werde weiterhin in die Ausbildung investieren. Das sei für die Einsatzbereitschaft elementar, ,das halten wir unter allen Umständen am Laufen. Man werde aber gerade bei höheren Ausbildungsgängen stärker selektieren müssen‘, so der Bezirksvorsitzende. Manches werde nicht mehr möglich sein.[. . . ]“ So weit der SÜDKURIER.
Ist das wirklich so? AGORA-LA hat schnell beim ehemaligen Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Langenargen, Dr. Gerhard Moll, nachgefragt.
Er schreibt: „Die DLRG finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden und mit Glück auch mit Zuschüssen aus der Politik. Seit Jahren ist der Wasser-Rettungsdienst ein riesiger Kostenfaktor. Die Kosten von stundenlangen ergebnislosen Sucheinsätzen (leerer Tank) werden beispielsweise auch mit Mitgliedsbeiträgen finanziert. Offizieller Wasserretter auf dem Bodensee ist die Wasserschutzpolizei, daher gibt es für uns regulär kein zusätzliches Geld vom Staat.
Die DLRG sollte daher den gesellschaftlichen Nutzen der permanenten und außergewöhnlichen Jugendarbeit (mehr als nur Schwimmausbildung) besser herausstellen. Jedes Kind, das aufgrund unserer Aktivitäten im Wasser nicht verunglückt (wegen Aufklärung über Gefahren am und im Wasser) oder nicht ertrinkt, kann in Geld nicht aufgewogen werden. Diesen „Nutzen“ sollte man aber auch sehen und wertschätzen. Es kann also nicht nur gelten: „DLRG – Nice to have.“ Die DLRG leistet mehr als nur eine nette, freiwillige Tätigkeit – sie erfüllt eine lebenswichtige Funktion.“

Wie wichtig die DLRG ist, hat man hier erleben können. Aber auch sonntags sieht man die Rettungsschwimmerinen und -schwimmer der DLRG in der Strandbadsaison auf der Plattform sitzen, im Ehrenamt!

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