Kühle Gedanken nach tropischer Hitze

Teil 2 zur  vergangenen Gemeinderatssitzung

Verwundert suchte man gestern nach der wärmenden Strickjacke und denkt nach tropischer Nacht mit Sturmböen: war das am Abend zuvor ein Traum  im Gemeinderat? Man radelt ins Städtle, trifft zufällig Menschen aus dem Publikum der Sitzung, wägt gemeinsam ab, ob es ein Traum oder Wirklichkeit war…ein Alptraum gar?

Man ist sich schnell einig, dass man wohl gemeinsamen einem Alpdruck( nach Duden ist b oder p erlaubt!)  ausgesetzt war. Die atmosphärischen Störungen im Sitzungssaal begannen schon mit der Teilnahme der jungen Eltern mit ihren Kindern, die ihre Bedenken zur Erhöhung der Kindergartengebühren demonstrierten und Fragen stellen wollten. Diese Störungen wären vermeidbar gewesen, wenn der BM als Sitzungsleiter seine Kundschaft als willkommen betrachtet hätte. Immerhin könnten sie potentielle WählerInnen bei der kommenden Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr sein !Man hätte gleich zu Beginn den Sitzungsablauf korrigieren können, um Eltern und Kinder schnell zu erlösen. Aber der autoritäre Führungsstil wird gnadenlos durchgezogen, erst auf Bitten einer künftigen Gemeinderätin im Publikum wird später der Punkt zu den Kindergartengebühren vorgezogen. Ein Punkt, der zu wichtig ist, als dass er in einer Sitzung des Übergangs zum neu gewählten konstituierenden Gemeinderat hätte verhandelt werden sollen. Aber auch viele weitere Themen waren wichtig.

Die Diskussion zur Weiterführung der EBC, die durch verwirrende nachgereichte Vorlagen wenig Transparenz zur zukünftigen Vertragsgestaltung liefern konnte. Im Gegenteil, sie erschwerte die sorgfältige Betrachtung. Man fragt sich, ob die Abstimmenden sich überhaupt der Reichweite ihrer erhobenen  Hand bewusst waren!

Ergänzung nach  Informationen vom heutigen Tag 7.6.2019: die  nachgereichte Vorlage  wurde dem anwesenden Publikum in den verteilten Papiervorlagen vorenthalten!

Der Schützenweg, der mit einem Mal so eilig sein soll, weil ein Baugebiet (Gräbenen 6) in weiter Ferne erschlossen werden soll. Ein Baugebiet, das bislang gar keine Rolle gespielt hatte, dessen Erschließung buchstäblich in der Erde verschwand! Steckt vielleicht etwas anderes dahinter?

Das Ratsinformationssystem (RIS), das nun endlich kommen soll. Leider auch erst eher unwillig auf den letzten Drücker behandelt, so spät und so unvorbereitet, dass man sich nicht zuvor über technische Auswahlkriterien informieren konnte. Wieviel Zeit hatte es gebraucht, das RIS überhaupt auf eine Tagesordnung zu bekommen?Bei  früherer Behandlung wäre am Schluss diese Hetze zu vermeiden gewesen!

 

Alles in allem ein Parforceritt über manches Hindernis, das ein künftiger Gemeinderat vielleicht mit neuer Koalitionsbildung nicht so leichtfertig aus dem Weg geräumt hätte.

 

So unterhält man sich im Städtle bei abgekühlten Temperaturen, fröstelt und hofft auf steigende Temperaturen, auf künftige hitzige, aber sachkundige   Debatten im neuen Gemeinderat, den nicht überflüssige Phrasen und ellenlange Belehrungen des Sitzungsleiters  erschöpfen! Die Neuen haben es in der Hand, sie haben unser Mandat für ein gutes Erwachen aus schweißnassen Träumen!

 

Heute steigen die Temperaturen – weg mit den Jäckchen, auf ins endlich eröffnete Strandbad!

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Bellum 2019

 

 

 

 

  1. Für ein werbewirksam gestelltes Foto vor dem Wahlstand am Wochenmarkt für die CDU waren 2 Mütter mit Kinderwagen recht, leider dürfen sie sich jetzt sich über gestiegene Beiträge in der Kinderbetreuung gleich mal unter anderem bei der CDU herzlich bedanken. Soviel zu familienfreundliches Langenargen. Wird jeder unnötige Schnickschnack aus der lockeren Hosentasche finanziert, bittet man die jungen Familien, ohne mit der Wimper zu zucken zur Kasse. Jetzt wäre ein Signal resultierend aus den vollmundigen Wahlversprechungen, sich hier verbindlich zu positionieren angebracht gewesen.
    Aber nach nicht mal 2 Wochen, ist es wohl aus einer vollmundigen Versprechung, schon mal eine Luftblase entstanden. Mit Spielplätzen an „jedem Eck“ ist keiner Familie geholfen, die einen Alltag mit Familie und Beruf finanzverträglich zu stemmen haben.
    Patricia Jocham

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