Einheitliche Pressefreiheit?


Alle dieselbe  „Erste Seite“

Man muss schon zweimal hinsehen, um zu verstehen, was mit dem Foto des Künstlers  Olafur Eliasson in der Schwäbischen Zeitung von gestern gemeint ist. „Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat in diesem Jahr den international gefeierten Künstler Olafur Eliasson dafür gewonnen, zum Tag der Pressefreiheit (3. Mai) ein Kunstwerk zu schaffen, das allen Mitgliedsverlagen als Motiv zur Verfügung gestellt wird.“, so schreibt die Mittelbayrische  Zeitung hier. Also  haben alle Zeitungen, die zu in diesem  Bundesverband gehören, dasselbe Bild auf ihren ersten Seiten. So eine ähnliche  Kampagne zum Qualitätsjournalismus gab es im November 2019 schon einmal.

Warum man gerade am Tag der internationalen Pressefreiheit wieder mit so  einer  Einheitskampagne unter der  Einheitslupe auf diesen wichtigen Tag  hinweist, ist  nicht zu verstehen.

Pikant  ist der Hinweis auf dem Bild  unter  Punkt 1 :Wenn wir  Folgendes weitererlauben: Die Konzentration von Medienbesitz [. . .] Dann wird den  Leser:innen und der allgemeinen  Öffentlichkeit die  Möglichkeit  genommen, ihre  Freiheit auszuüben, ihre eigenen  Schlussfolgerungen zu ziehen und sinnvolle Entscheidungen für ihr Leben zu treffen.“ Genau diese Konzentration von  Medienbesitz  dokumentiert die Aktion durch die Einheitlichkeit der ersten Seite der Mitglieder des BDZV.

AGORA wirbt mit seiner Geburtstagsseite für die Vielfältigkeit der Presse vor Ort. Jedes Jahr anders am 3. Mai. Unabhängig!

+++Aktualisierung: 3.4.2020, 19.45 Uhr+++

Neueste Erkenntnisse zum Angriff auf das Team der Heute -Show, der ein Angriff auf die Pressefreiheit war. Die Süddeutsche Zeitung schreibt hier.

Wie schwierig die Menge der Demonstranten, die seit einigen Wochen immer wieder die sog. „Hygiene- Demos“veranstalten, kann man beim Deutschlandfunk nachlesen oder hören.

Zu der heterogen Menge der Demonstranten schreibt SatireSenf aktuell. Und die Rolle des Herrn Palmer können Sie dort auch eindeutig betrachtet sehen. Wer nicht zu viel lesen will: Das in dem Beitrag eingebettete Video von Philipp Walulis über Boris Palmer ist auch sehenswert.