Wenn die Schwämme fehlen


Versiegelungsflächen

Sieht man die Bilder der überfluteten Gebiete, braucht man über das Thema Klimawandel wohl nicht mehr zu diskutieren. Claus Kleber erklärte gestern den Klimawandel, der sich seit Jahrzehnten entwickelt hat, in 30 Sekunden im Heute-Journal.

Die Kunst lokaler Berichterstattung besteht darin, dass man große Themen auf das lokale Umfeld herunterbricht. Dann machen wir das doch mal.

Wie ist das z. B. mit den Flächen in LA, die als Schwamm im Falle des Falles die Wassermassen aufnehmen soll? Dieses Thema ist eigentlich der Dauerbrenner im AUT- Ausschuss. Dort werden Flächen verhandelt und Befreiungen erteilt, die oft zu großflächigen Versiegelungen führen. Die letzte große Diskussion um die Grundflächenzahl (GRZ) entbrannte im Zusammenhang mit dem geplanten Gebäude Am Rosenstock. Dabei geht es eben nicht nur um die Umgebungsbebauung und ein ästhetisches Empfinden, sondern im §34 Baugesetzbuch heißt es u.a. auch: „Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben“. Überzogene Flächenversiegelung sind ungesund. Basta!

Schauen wir uns doch mal einige Einzelfälle in LA an: Die Kirchstraße war unlängst wegen der erstickten Rotbuche Thema.Hier. Aber sie macht auch dem Thema Versiegelung alle Ehre. Gegenüber der Buche wurde offensichtlich ein Gebäude genehmigt, das in seiner Fläche kaum einen Grashalm wachsen lässt. Wie ist das möglich?

Aber es gibt noch andere Beispiele der Versiegelung. Sie wissen schon, was jetzt kommt: Der Arboner Platz mit seinem eingekerkerten Bäumchen in der Asphaltwüste und der dahinter liegenden sog. Verschattung.

Oder die Versiegelung am Friedhof für Parkplätze 

Auch wir haben ein relativ kleines Gewässer in unserem Ort, an den die Bebauung recht nah heranreicht: Den Mühlbach. Vielleicht müssen wir bei dem Thema Ortsentwicklung das Thema Versiegelung endlich in den Blick nehmen. 

Wenn wir keine offenen Flächen als Schwämme für aufnehmendes Wasser mehr haben, heben sich die Gullideckel und verwandeln die Straßen in reißende Flüsse. Die Natur lässt sich nicht ausdrücken wie ein Schwamm.

Hier weiterführende Lese-Tipps

So sieht der Mühlbach heute (17.072021 )aus:

. . . auch schon knapp zur Uferkante

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