Bildersprache


Unverblümte Ansichten der Obdachlosigkeit in LA

Die folgenden Fotos stammen alle aus dem Bereich Obdachlosenunterkunft Föhrenweg 5. Es sind Teile einer Serie von Bildern, die die „umgesetzten“ ursprünglich geflüchteten Menschen beim Einzug im Laufe dieser Woche real vor ihren Augen vorfanden. Einziger Blickfang: Die Hortensien in dem verwilderten Garten!

Kellerabgang
Terrassenzugang wegen Absturzgefahr gesperrt: Geländer marode
Stinkendes Gewässer

Bauschutt

Zustandsbeschreibung innen: Keine Grundreinigung nach Bautätigkeit, Wiederholter Wasserrohrbruch, Wassereinbruch, Schimmel, eine völlig verdreckte Toilette durch Fremdexkremente ( Bilder vorhanden), die mit den üblichen Putzmitteln nicht zu entfernen sind. . . Eine Familie wird nun als Notfall auf Kosten der Gemeinde in einem Hotel untergebracht.

Langenargen: Sie haben ein Problem!

Die folgenden Fragen ergeben sich:

Wer ist EigentümerIn der Immobilie?

Wie ist die Nutzungsgebühr (Miete), die mit 750 Euro für die Belegung (3 Personen) von zwei Zimmern mit Gemeinschaftsküche und Bad beim Landratsamt zu Buche schlägt, kalkuliert? Wenn die beiden weiteren Zimmer in der Wohnung belegt werden, ergeben sich dann nochmals 750 Euro, also insgesamt 1500 Euro? Im Erdgeschoss wird eine weitere noch größere Wohnung seit Wochen renoviert. Im Keller stehen Ventilatoren, um die Wände zu trocknen, die wohl immer wieder durch Wasserschäden nass werden. Ob dort auch Menschen wohnen sollen?

Im Dachgeschoss ist eine 6-köpfige Familie untergebracht worden. Welche Miete wird wohl dort erhoben? Sie ist soweit ok, allerdings war beim Einzug vorgestern kein Kühlschrank vorhanden.

Zu kühlende Lebensmittel ohne Kühlschrank in dieser Hitze! In Eigenregie wurde ein Kühlschrank, der in der unteren Wohnung noch nicht gebraucht wird, nach oben getragen. Es war niemand der Verantwortlichen vor Ort, den man hätte fragen können. . .

Langenargen hat wirklich ein Problem und nicht genügend Personal für die nötige Betreuung! Und das schon sehr lange. Das Integrationsmanagement des GVV trifft keine Schuld, es verwaltet den Mangel fehlender Unterbringungsmöglichkeiten, den Mangel an Hausmeistern und Transportdiensten.

Das ist keine Integration, das ist Ausgrenzung der Ankommenden. Aber es ist auch seit Jahren eine Überforderung des eigenen Personals, weil die Betreuung und Versorgung der Menschen auf zu wenigen Schultern verteilt wird. Das war bereits vor dem Ukrainekrieg bekannt.

Das ist kein Müll: So werden die Menschen in Obdachlosigkeit aus Personalmangel schnell mit ihrem Hab und Gut bei uns abgeladen

Aktualisierung, 16.7.2022, 10.29 Uhr

Nachtrag: Es wird heute ab 15 Uhr eine Familie vorübergehend ins Feriendorf umziehen, weil die Wasserleitung im Föhrenweg abgestellt ist. Ein Transport dorthin ist nicht organisiert. Der Umzug wird wieder wie so oft mit dem AGORA-LA Privatauto durchgeführt. Ein Alternativ-Transportauto mit FahrerIn wird gerne noch bis 15 Uhr angenommen. Vielleicht gibt es ja noch irgendwo Fahrräder. Insgesamt werden 7 Räder gebraucht. Vielen Dank!

Kontakt: s. Impressum

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