Gärten des Grauens als Alleinstellungsmerkmal?


Gruseliges aus LA

Es war schon oft Thema in der Vergangenheit: Die Versiegelung in unserer Gemeinde. Hierhier oder hier. Die Schottergärten sind in Baden-Württemberg seit letztem Jahr verboten. Die Stuttgarter Nachrichten StN.de schrieben dazu im letzen Jahr hier und zitieren einen Vertreter vom BUND: 

Der Naturschutzreferent des BUND, Dominic Hahn, spricht von einer teils verheerenden Situation. „In Neubaugebieten im ländlichen Raum sind diese Gärten des Grauens nach wie vor ein großes Problem.“ Denn für die heimischen Tiere und Pflanzen werde jeder Quadratmeter, der bereitgestellt wird, dringend gebraucht. Einen Hinweis auf den Umfang der Gartengestaltung ohne Pflanzen mag eine Aktion des Landesnaturschutzverbandes geben, bei der um Fotos von Schottergärten gebeten wurde. In kurzer Zeit kamen über 1000 Aufnahmen zusammen [. . .  ]“

Einige Aufnahmen dazu hätte LA auch für dieses Jahr liefern können. Schauen Sie mal: 

Ehemaliger Eingang zum Radladen Filou in der Kirchstraße.Ob diese Steinspieße nicht gefährlich sind?
Die andere Perspektive macht den Anblick nicht besser. Wer dort wohl einzieht?

Einsamer Stein in der Wüste: Zugang Lindauer Straße
Auch ein beeindruckender Ausblick! Diese Gabionen waren Thema im AUT, allerdings erst nach der Installation

Kirchstraße gegenüber:

Dieses Arrangement wurde im AUT kritisiert und dann geändert

An der Kirchstraße nach Vollendung: Bloß kein grünes Blatt!

Man fragt sich, wie ist denn so etwas genehmigt worden? AGORA-LA war ja häufig im Ausschuss Umwelt und Technik( AUT). Über die Hässlichkeit in der Kirchstraße ist dort oft debattieret worden. Allerdings hatten die kritischen Stimmen nicht immer die erforderliche Mehrheit, um so etwas zu verhindern (vgl.beispielsweise hier).

Ich erinnere hier an die Erkenntnisse, die die Besuchergruppe in Hohenems gewonnen hatte. Ein wichtiger Satz steht dort über Bauentscheidungen in Hohenems : „[…] Der Bürgermeister, der Gemeinderat und der Gestaltungsbeirat beurteilen bei jeder Baumaßnahme, ob sie sich ins Viertel einfügt, oder nicht. Es ist die Gemeinde, die entscheidet, wie und wo sie ein neues Gebäude haben möchte. Das Stadtbild soll bewahrt bleiben.[. . . „]“

Ob vielleicht bei uns das Baurecht den größeren Einfluss hat? Oft hat man den Eindruck, dass die Angst vor möglichen juristischen Auseinandersetzungen, auf die seitens des Baurechtsamtes in den Sitzungen aufmerksam gemacht werden, manche Debatte lenken.

Wollen wir das auf Dauer? Können Politik und Verwaltung nicht überlegen, wie Baurecht und Gestaltung gemeinsam unter einen Hut zu bekommen sind? Die Steinspieße jedenfalls könnten möglicherweise zu Haftungsfällen führen, wenn jemand sich an ihnen verletzt.

Man darf jedenfalls auf die Ergebnisse zum Gemeindeentwicklungsplan LA gespannt sein. Vielleicht tut sich ja auf Dauer etwas, nachdem Jahre zuvor manche Hässlichkeit im Ort toleriert wurde. Es ist ja nicht nur eine Frage der Ästhetik, es geht zukünftig auch um Hitzeaktionspläne in Städten und Kommunen.

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