Kein „schwarzes Gold“


Friedhof 

Mit dem „schwarzen Gold“meinte Gemeinderat Krug (CDU), der sich in der Vergangenheit  bereits selbst  als  „Asphaltfanatiker“ bezeichnete, in der letzten Gemeinderatssitzung eben diesen Asphalt. Unter  TOP 9  (S.2/3) wurde in der Sitzungsvorlage deutlich, dass seitens der Verwaltung und des Planungsbüros eine Pflasterung favorisiert wurde. Die CDU hatte jedoch zuvor einen Antrag zur Abstimmung eingebracht, der eine Kombination von Pflaster und Asphalt vorsehen sollte:

„Unser Vorschlag ist, die Hauptwege zu asphaltieren und die Nebenwege zu pflastern. Wir sehen den großen Vorteil einer Asphaltierung der Hauptwege in der ruhigeren und komfortableren Befahrung mit dem Sargwagen bei den Bestattungen, die bessere Befahrung von Großfahrzeugen des Bauhof und der Steinmetze und darin eine homogene saubere Fläche zur besseren Instandhaltung.“

Nach Austausch der Argumente kam es zur Abstimmung, die mit 8:8 Stimmen zum Patt führte. Damit gilt der Antrag als abgelehnt. So wird nun gepflastert, allerdings nicht mit dem „Langenargener Pflaster“. Auf den Hauptwegen größere  Pflastersteine, auf den Seitenwegen kleinere.

Anmerkung:

Erinnern  Sie sich hier an den Begriff des „bösen Scheins“ in dem Kommentar zur GemO, §18 im Zusammenhang mit Befangenheit? Es kommt bei  Abstimmungen „ nicht darauf an, ob tatsächlich eine solche Interessenkollision gegeben ist ; es genügt die MöglichkeitZweck der Befangenheitsvorschriften ist es, nicht erst die tatsächliche Interessenkollision, sondern schon den bösen Schein  zu vermeiden.“ (Aker, Hafner, Notheis, ibid.)

Der Versuch, mit dem „ schwarzen Gold“ doch noch die  Hauptwege zu Autobahnen für den Sargwagen zu machen ist trotz der Fürsprache des Asphaltfanatikers Krug gescheitert.